Kampfmittel-Belastungssituation der Wälder in Mecklenburg-Vorpommern

Nr.9 -LPBK - 320  | 13.07.2018  | MB  | BKSMB - Munitionsbergung

Bei dem Waldbrand nahe der Autobahn A 14 bei Groß Laasch Anfang Juli 2018 wurden die Löscharbeiten durch vom Feuer ausgelöste Kampfmittelexplosionen extrem behindert, weil aus Sicherheitsgründen die Feuerwehrleute einen Sicherheitsabstand von 1.000 Metern von den Brandstellen und möglichen Kampfmitteln halten mussten. Aufgrund der sich hieraus ergebenden längeren Brandbekämpfung in Verbindung mit erforderlichen Straßensperrungen (auch der BAB 14) ergab sich ein großes Medieninteresse.

Link Nordmagzin 05.07.2018:

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/nordmagazin/Feuerwehr-kaempft-gegen-Grossbrand-an-der-A14,nordmagazin53454.html

Die betroffene Fläche ist im Kampfmittelkataster des Landes Mecklenburg-Vorpommern mit der Nummer 611 und der Bezeichnung „Laascher Weide – Käterholz“ mit einer Flächengröße von rund 85,5 Hektar und der Belastung „Sprengstelle, Granaten 2,0 cm bis 8,8 cm, Waffen, Infanteriekampfmittel“ in der Belastungskategorie 4 erfasst.

Bei der vom Eigentümer eines Kieswerkes beauftragten Beräumung einer landwirtschaftlich genutzten Teilfläche von ca. 12 ha im Jahr 2013 wurden insgesamt 1.588 Kampfmittel (Granaten Kaliber 2 cm bis 10,5 cm, Minen, Handgranaten, Waffen) mit einer Bruttomasse von über einer Tonne und einer Netto-Explosivstoffmasse von 86 kg geborgen. Für die Waldflächen selber lag bislang kein Antrag auf Beräumung vor.

Im Nachgang zu dem o.a. Waldbrand wurde in den Medien vielfach gefragt, ob es sich bei dieser Kampfmittelbelastung um einen Sonderfall handelt.

Erste Antworten konnten im NDR präsentiert werden.

Link Interview Nordmagazin 09.07.2018:

https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Unter-MV-schlummert-ein-explosives-Erbe,waldbrand396.html

Link Interview NDR1 MV 09.07.2018:

https://www.ndr.de/radiomv/Munitionsbergung-10000-Euro-fuer-jeden-Hektar-Land,munitionsbergungsdienst100.html