Minister für Inneres und Sport Lorenz Caffier übergibt neues USBV-Spezialfahrzeug an den Munitionsbergungsdienst M-V

Lorenz Caffier, Minister für Inneres und Sport, mit dem neuen Fernlenkmanipiulator vor dem ebenfalls neuen USBV-Spezialfahrzeug Details anzeigen
Lorenz Caffier, Minister für Inneres und Sport, mit dem neuen Fernlenkmanipiulator vor dem ebenfalls neuen USBV-Spezialfahrzeug
Lorenz Caffier, Minister für Inneres und Sport, mit dem neuen Fernlenkmanipiulator vor dem ebenfalls neuen USBV-Spezialfahrzeug
Lorenz Caffier, Minister für Inneres und Sport, mit dem neuen Fernlenkmanipiulator vor dem ebenfalls neuen USBV-Spezialfahrzeug
Nr.5 - LPBK - 320  | 04.03.2014  | MB  | BKSMB - Munitionsbergung

Durch den Minister für Inneres und Sport Lorenz Caffier wurde am 20.02.2014 ein neues USBV-Spezialfahrzeug (Unkonventionelle Spreng- und/oder Brandvorrichtung) an den Munitionsbergungsdienst in Mecklenburg-Vorpommern übergeben.

„Die Mitarbeiter des Munitionsbergungsdienstes (MBD) arbeiten oft in Lebensgefahr, damit Mecklenburg-Vorpommerns Bürgerinnen und Bürger in Sicherheit leben können. Für diesen hochriskanten Einsatz danke ich ihnen“, betonte Minister Lorenz Caffier. „Das Land nimmt seine Verantwortung im Bereich der Entschärfung und Munitionsbergung sehr ernst. Mit diesem Fahrzeug sind die Entschärfer des MBD im östlichen Landesbereich technisch auf den neuesten Stand und landesweit rund um die Uhr verfügbar.“

Ausgestattet ist das Fahrzeug mit moderner Technik zur Untersuchung und Bekämpfung von USBV. Neben dem Fahrzeug wurde auch der bisherige Fernlenkmanipulator durch einen zeitgemäße Neuentwicklung ersetzt sowie mit weiterer Spezialtechnik (z.B. Röntgengerät, Bombenschutzanzüge, Metallsuchgeräte etc.) ausgestattet.

Das neue Spezialfahrzeug wurde auf dem Fahrgestell eines Mercedes Benz Sprinter 519 aufgebaut, der Kofferaufbau mit spezieller Inneneinrichtung wurde durch die Firma Breitfuss Meßtechnik GmbH aus Harpstedt gefertigt.

Der Gesamtpreis des Fahrzeuges mit Ausstattung beträgt rund 635.000,- Euro (Fernlenkmanipulator Teodor mit Ausstattung 472.000,- €, Fahrzeug und Umbau 163.000,- €).

Die Arbeit der USBV-Entschärfer beginnt beispielsweise dann, wenn an einem öffentlichen Ort ein herrenloser Koffer steht und vermutet wird, dass er möglicherweise einen Sprengsatz enthält. Der Fundort wird abgesperrt, Anwohner evakuiert, Schaulustige zurückgedrängt. Seit 2000 waren die Spezialisten bis jetzt 230 mal in Mecklenburg-Vorpommern im Einsatz. Die meisten der Gegenstände stellten sich als ungefährlich heraus, wie z.B. der Koffer im Gepäcknetz eines IC im Bahnhof Stralsund im Januar dieses Jahres. Aber es waren auch Rohrbomben oder andere gefährliche Objekte dabei.

Der Minister nutzte die Gelegenheit, sich neben der USBV-Ausstattung auch die anderen Bereiche des Munitions-Zerlegebetriebes zeigen zu lassen. Der Rundgang führte ihn in die Arbeitshalle, in der die geborgenen Kampfmittel zerlegt und zur weiteren Vernichtung vorbereitet werden, in den Lagerbereich, in dem er den Kopfzünder einer durch die Luftbildauswertung georteten und drei Tage zuvor bei Anklam gesprengten Bombe begutachten konnte sowie auf den Sprengplatz, auf dem nicht transportfähige Kampfmittel vernichtet werden.

„Ich bin froh, dass keiner der Entschärfer bei seiner Tätigkeit zu Schaden gekommen ist. Das unterstreicht aber auch die hohe Qualifikation, die Besonnenheit und die lange Berufserfahrung der eingesetzten Experten“, sagte Minister Caffier.