Vorsorgliche Aufgaben

  • Erfassung, Untersuchung, Bewertung und Einstufung von mit Kampfmitteln belasteten Flächen
  • Information, Unterstützung und Zuarbeit für Ordnungsbehörden bzgl. kampfmittelbelasteter Liegenschaften
  • Auskünfte und Empfehlungen bei Anfragen Dritter zum Belastungsgrad von Flächen

Alle im Land vorhandenen kampfmittelbelasteten Flächen werden durch den Munitionsbergungsdienst M-V erfasst. Aus den Ergebnissen von Untersuchungen vor Ort sowie Recherchen in sonstigen verfügbaren Quellen (z.B. Auswertung von Luftbildern, Dokumenten und Archiven etc.) erfolgt eine Bewertung der vorliegenden Erkenntnisse und die Einstufung des Belastungsgrades sowie der Grenzen der kampfmittelbelasteten Fläche. Dieses Ergebnis fließt in das Kampfmittelkataster M-V ein. Hierzu wird seit 2001 das computergestützte graphische Informationssystem (GIS) genutzt, in dem landesweit zentral alle verfügbaren Informationen über die Kampfmittelbelastung enthalten sind.

Die grundlegenden Informationen aus dem Kampfmittelkataster werden den Landkreisen und kreisfreien Städten zur Verfügung gestellt, so dass diese sie z.B. bei Baugenehmigungsverfahren berücksichtigen sowie an die örtlichen Ordnungsbehörden weitergeben können. Dadurch wird sichergestellt, dass sowohl die örtlichen als auch die übergeordneten Ordnungsbehörden im Bezug auf Gefährdungen durch Kampfmittel informiert sind. Bei Bedarf werden die örtlichen oder übergeordneten Ordnungsbehörden beraten und durch weitergehende Zuarbeit unterstützt.

Die Informationen des Kampfmittelkatasters stehen darüber hinaus berechtigten Nutzern auch im Geoportal des Landes zur Verfügung.

Das Landesamt ist gemäß § 3 Kampfmittelverordnung M-V als Sonderordnungsbehörde im Bezug auf Kampfmittel festgelegt, kann also bei Bedarf auch direkt ordnungsrechtlich tätig werden.

Auf Antrag werden Grundstückseigentümern Auskünfte über den Belastungsgrad von Flächen erteilt. Hierzu werden die Informationen des Katasters genutzt oder - falls diese noch nicht in der erforderlichen Form vorliegen – es werden liegenschaftsbezogene Recherchen bis hin zur Nutzung aller für den betroffenen Bereich verfügbaren Luftbilder durchgeführt. Diese Auskünfte sind kostenpflichtig.