Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz!

Neues ergänzendes Hochwasserabwehrsystem "Aquariva" Details anzeigen
Neues ergänzendes Hochwasserabwehrsystem "Aquariva"
Neues ergänzendes Hochwasserabwehrsystem "Aquariva"
Neues ergänzendes Hochwasserabwehrsystem "Aquariva"
Nr.6 - LPBK - 300  | 02.04.2014  | KS  | BKSMB - Katastrophenschutz

Bei der Hochwasserkatastrophe des letzten Jahres wurden Pegelstände erreicht, die in ihrer Höhe und Dauer so bisher noch nicht zu verzeichnen waren, wurden Überschwemmungen registriert, die in ihren Ausmaßen nicht erwartet werden konnten und eine Einsatzbereitschaft der Bevölkerung verzeichnet, die etwas Neues in Art und Form darstellten.

Ohne die ernüchternden Zahlen des Einsatzes hervorzuholen, muss festgestellt werden, dass die Rahmenbedingungen des Einsatzes, die für die Gefahrenabwehr zuständigen Behörden und Stellen vor eine Vielzahl von Fragen und neue Aufgaben stellten.

Eine dieser Fragen lautet:

Sind die Hochwasserabwehrsysteme noch zeitgemäß?

Grundsätzlich ja – aber es sind Modernisierungen erforderlich!

In Mecklenburg-Vorpommern stellte sich das LPBK für die Beschaffung neues ergänzenden Hochwasserabwehrsystem – eines mobilen Hochwasserschutzsystems, mit dem die Gefahrenabwehrkräfte in M-V in der Lage versetzt werden, Lücken in Hochwasserschutzbauwerken bis zu einer Höhe von 90 cm schließen zu können. Das System besteht aus flexiblen Faserplatten, die zu einem Zylinder verbunden und mit Wasser gefüllt werden. Der Vorteil dieses Systems besteht in der Geschwindigkeit des Aufbaus bei einem minimalen Personal- und Materialaufwand. Insgesamt wurden 1000 m des Systems „AQUARIWA“ beschafft. Die Hansestadt Rostock erklärte sich bereit die Ausstattung bei der Berufsfeuerwehr zu lagern und hält sie vor für Hochwasserlagen an der Ostseeküste und im Binnenland von Mecklenburg-Vorpommern.

Mit Hilfe dieses Systems kann der Zeitfaktor für die Organisation der Hochwasserabwehr eines Pegelstandes von bis zu 0,9 m auf einer vorgegebenen Abschnittslänge bei einem stark verringerten Personalaufwand um Vielfaches verringert werden.