Zielstellung und Herangehen

Im Teil I der Aktualisierung der Gefährdungsanalyse (erstellt 2000) wurden die Grundlagen für eine rechnergestützte GfA sowie die Landes- und Kreisgefahrenschwerpunkte erarbeitet.

Der Teil II der GfA hat das Ziel, ausgehend von den ermittelten Landesgefahrenschwerpunkten die Vulnerabilität des Landes Mecklenburg-Vorpommern gegenüber besonderen Gefährdungslagen und Katastrophen zu ermitteln.

Die Vulnerabilität (aus dem Lateinischen: Verletzbarkeit, englisch: vulnerability) ist der Grad des Verlustes, den die Bevölkerung, Gebäude, Industrieanlagen, Wirtschaft, Kulturgüter, technische Infrastruktur u.a. durch das Auftreten eines Schadensereignisses erfahren können. Der Grad des Verlustes wird mit einer Ausmaßskala von 0 (kein Schaden) bis 1 (totaler Schaden) bestimmt.

Durch das im Katastrophenschutz des Landes Mecklenburg-Vorpommern aufgebaute System und mit den vorhandenen Gefahrenabwehrkräften sind die zuständigen Behörden auf die Abwehr und Bekämpfung besonderer Gefährdungslagen und Katastrophen vorbereitet.

Mit der Bestimmung der Vulnerabilität ist es jedoch möglich, das vorhandene Gefahrenabwehrpotential mit den in dieser Analyse ermittelten Gefährdungen abzugleichen und mögliche Defizite zu bestimmen, um diese durch planerische Maßnahmen oder den gezielten Aufbau weiterer Katastrophenschutzeinheiten auszugleichen.