Geräte

Die Geräte-Gruppen unterteilen sich entsprechend der DIN 14800 wie folgt:

  • Schutzkleidung und Schutzgeräte
  • Löschgeräte
  • Schläuche, Armaturen und Zubehör
  • Rettungsgeräte
  • Sanitäts- und Wiederbelebungsgeräte
  • Beleuchtungs-, Signal- und Fernmeldegeräte
  • Arbeitsgeräte
  • Handwerkzeuge und Messgeräte
  • Sondergeräte

Aufgrund der Vielzahl der Geräte-Gruppen werden beispielhaft, nur die nachfolgend aufgeführten näher erläutert.

Kleinlöschgeräte

Beschreibung Kleinlöschgeräte

 

Kleinlöschgeräte dienen der Bekämpfung von Entstehungsbränden. Der Vorteil von Kleinlöschgeräten besteht darin, dass sie auch von weniger geübten Personen eingesetzt werden können. Kleinlöschgeräte unterteilen sich wie folgt:

 

Kübelspritze

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Kübelspritze

Kübelspritze

Die Kübelspritze ist ein tragbares Löschgerät, bei dem Löschwasser mit einer handbetätigten, doppelt wirkenden Kolbenpumpe mittels eines Schlauches mit Strahlrohr oder Mundstück verspritzt wird. Sie wird hauptsächlich zum Löschen von Kleinbränden oder bei Nachlöscharbeiten zum Ablöschen von Brandnestern eingesetzt.

Feuerpatsche


Die Feuerpatsche ist ein Löschgerät zum Ausschlagen kleiner Grasbrände. Dabei wird die Feuerpatsche über den Feuersaum gedrückt und zu sich herangezogen. Würde man das Feuer schlagen, könnte durch den Luftstoß die Glut angefacht werden und Funken könnten auf den noch nicht brennenden Boden fliegen.

Die Feuerpatsche ist mit fächerförmig angeordneten Stahlblechstreifen bestückt. Die Fächerbreite beträgt ca. 50 cm.

 

Löschdecke


Die Löschdecke ist ein flexibles Flächengebilde, das dazu bestimmt ist, kleine Brände durch Ersticken zu löschen (zum Beispiel Einhüllen brennender Kleidung).

Tragbare Feuerlöscher

Tragbare Feuerlöscher  sind Feuerlöscher, die getragen und von Hand bedient werden können und im betriebsbereiten Zustand eine Masse von nicht mehr als 20 Kg haben.

Feuerlöscher sind für die Bekämpfung von Entstehungsbränden geeignet und so gestaltet, dass sie auch von in der Brandbekämpfung unerfahrenen Personen bedient werden können.

Feuerlöscher werden  nach der Art des Löschmittels unterschieden in:

  • Wasserlöscher
  • Schaumlöscher
  • Pulverlöscher
  • Kohlendioxidlöscher und Halonlöscher

 

Anmerkung:

Aufgrund der von den Halonen ausgehenden Umweltbelastungen darf gemäß FCKW-Halon-Verbots-Verordnung vom Mai 1991 in Deutschland das Löschmittel Halon in tragbaren Feuerlöschern nur noch in begründeten und genehmigten Ausnahmefällen eingesetzt werden.

Fahrbare Feuerlöscher

Fahrbare Feuerlöscher sind Feuerlöscher, die für den manuellen Transport und der manuellen Bedienung ausgelegt sind und eine Gesamtmasse von mehr als 20 Kg haben.

Aufgrund ihrer Größe werden sie jedoch nur in besonderen Bereichen (zum Beispiel Industrie) eingesetzt, in denen es darauf ankommt, schon in der Entstehungsphase eines Brandes eine größere Löschmittelmenge zur Brandbekämpfung einzusetzen.

Tragbare Leitern

 

In der DIN EN 1147 „Tragbare Leitern für den Einsatz der Feuerwehr“ werden Begriffe, allgemeine Anforderungen, Leistungsmerkmale und Prüfverfahren für die von europäischen Feuerwehren genutzten tragbaren Leitern beschrieben.

Zu den gebräuchlichsten genormten tragbaren Leitern deutscher Feuerwehren gehören:

Der Einsatz der Leitern ist angezeigt, wenn bauliche Anlagen nicht mehr über den vorgesehenen ersten Rettungsweg (Treppenraum) verlassen werden können oder der Einsatz außerhalb von baulichen Anlagen bzw. im Freien (Bäume, Masten o. Ä.) erfolgt.

Sie stellen neben den Hubrettungsfahrzeugen oftmals den letztmöglichen Angriffs- und Rettungsweg dar. Mit diesen Leitern kann auch in tieferliegenden Gebäudeteilen (Schächte, Keller o.Ä.) eingestiegen werden.

 

Dreiteilige Schiebleiter

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Dreiteilige Schiebleiter

Dreiteilige Schiebleiter

Leiter mit aneinander vorbeigleitenden Teilen

Hakenleiter


Leiter, die mit Haken ausgestattet ist, an dem/denen sie in Gebrauchsstellung hängt.

Klappleiter


Leiter, bei der die Sprossen mit einem Gelenk versehen sind, um sie zusammenklappen zu können.

Steckleiter

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Steckleiter

Steckleiter

Leiter, bestehend aus mehreren Teilen, die mittels Verbindungsstücken zusammengefügt werden können, wobei sich die Länge jeweils nur um ein weiteres Leiterteil ändert.

Sprungrettungsgeräte

Von der Feuerwehr werden, wenn andere Rettungsgeräte (z.B. Leitern) nicht verfügbar oder wegen besonderer Situationen nicht einsetzbar sind Sprungrettungsgeräte zum schonenden Auffangen frei fallender Personen eingesetzt.

Die Sprungrettungsgeräte werden unterteilt in:

  • Sprungrettungsgeräte (Sprungtuch), die nur von einer Haltemannschaft gehalten/eingesetzt werden können.
  • Sprungrettungsgeräte (Sprungpolster), die von einer Bedienungsmannschaft einsatzbereit gemacht und ohne Haltemannschaft eingesetzt werden können.

Druckschläuche

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Druckschläuche

Druckschläuche

Druckschläuche der Feuerwehr dienen zur Förderung von Löschmitteln. Sie lassen sich im Gegensatz zu Saugschläuchen im ungefüllten Zustand flach falten oder rollen.

Druckschläuche müssen aufgrund der Beanspruchungen im Einsatz äußerst druckfest, scheuerbeständig und schmutzunempfindlich sein. Diese Anforderungen werden durch die Verwendung entsprechender Materialien und einer speziellen Konstruktion errreicht.

Saugschläuche

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Saugschläuche

Saugschläuche

Ein Saugschlauch ist ein formstabiler Schlauch zum Ansaugen von Flüssigkeiten, dessen Stützgerüst einem festgelegten Unterdruck standhält.

Die Saugschläuche dienen in Verbindung mit Feuerlöschpumpen der Wasserentnahme aus offenen Gewässern und Löschwassersauganschlüssen an Löschwasserbrunnen, -behältern und –teichen. Eine weitere Form von Saugschläuchen bilden die mineralölbeständigen Saugschläuche.

Ein mineralölbeständiger Saugschlauch ist ein formstabiler Schlauch zum Ansaugen von Flüssigkeiten, dessen Stützgerüst einem festgelegten Unterdruck standhält. Er besteht aus einem Material, das gegen das zu fördernde Mineralöl oder ähnlicher Medien beständig ist und elektrostatische Ladungen ableitet.

Mineralölbeständige Saugschläuche werden unter anderem zum Entleeren von Tank- oder Kesselwagen, zum Umfüllen oder Absaugen von Mineralöl sowie zum Saugen aus Heizöl-Haustanks eingesetzt.

Armaturen


Für die Entnahme von Löschwasser, die Weiterleitung und die Abgabe an der Einsatzstelle werden wasserführende Armaturen benötigt. Diese haben die Aufgabe, in Verbindung mit Schläuchen und Pumpen, eine einsatzbezogene Löschwasserversorgung herzustellen. Armaturen müssen leicht und sicher zu handhaben sein, eine hohe mechanische Festigkeit bei vergleichsweise geringem Gewicht und möglichst geringe Strömungsverluste aufweisen.

Zu den wichtigsten Armaturen gehören:

 

Saugkorb

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Saugkorb

Standrohr

Standrohr

Armatur, die den Eintritt von Verunreinigungen in den Förderwasserstrom verhindert und durch ein Rückschlagventil das Auffüllen der Saugleitung ermöglicht.

Standrohr

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Standrohr

Standrohr

Standrohr

Wasserführende Armatur zur Entnahme von Wasser aus Unterflurhydranten

Sammelstück

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Sammelstück

Sammelstück

Sammelstück

Armatur, in der zwei, drei oder vier Schlauchanschlüsse gleichen Querschnitts in einen größeren zusammengeführt werden.

Verteiler

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Verteiler

Verteiler

Verteiler

Armatur mit einem oder zwei Zugängen und mindestens drei absperrbaren Abgängen.

Übergangsstück

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Übergangsstück

Übergangsstück

Übergangsstück

Armatur zur Verbindung von zwei Kupplungen mit verschiedenen Durchmessern

Druckbegrenzungsventil


Einstellbare Armatur, die Überdrücke durch Ableiten von Wasser abbaut, um Überbeanspruchungen von Druckschläuchen zu verhindern.

Strahlrohre

Strahlrohre sind Armaturen zur Abgabe von Löschmitteln. Sie werden am Ende einer Schlauchleitung befestigt und formen einen Löschmittelstrahl.

Arten der Strahlrohre:

 

Hohlstrahlrohr

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Hohlstrahlrohr

Hohlstrahlrohre

Hohlstrahlrohre

Absperrbares Strahlrohr zur Abgabe vornehmlich von Löschwasser in Form von voll- und winkelveränderlichen Sprühstrahl

Mehrzweckstrahlrohr

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Mehrzweckstrahlrohr

Mehrzweckstrahlrohr

Mehrzweckstrahlrohr

Armatur zur gezielten Abgabe vornehmlich von Löschwasser in Form eines Voll- oder Sprühstrahls

Schaumstrahlrohr mit Zumischer und Ansaugschlauch

SchaumstrahlrohrDetails anzeigen
Schaumstrahlrohr

Strahlrohr

Strahlrohr

Strahlrohr, indem ein Wasser-Schaummittel-Gemisch unter Ansaugen von Luft verschäumt und im freien Strahl ausgebracht wird.

Zubehör


Für den Aufbau der Löschwasserversorgung an einer Einsatzstelle, das Verlegen von Schlauchleitungen und das Verbinden von Schläuchen und Armaturen ist die Verwendung von entsprechendem Zubehör erforderlich.

Zum Zubehör zählen insbesondere folgende Geräte:

 

Schlauchhaspel

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Schlauchhaspel

Schlauchhaspel

Schlauchhaspel

Gerät für den Transport und die Verlegung von aufgerollten Schläuchen

Schlauchtragekorb

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Schlauchtragekorb

Schlauchtragekorb

Schlauchtragekorb

Speziell gestaltetes Behältnis, das der Feuerwehr zur einsatzbereiten Lagerung, zum Transport und zum Verlegen von Druckschläuchen dient

Schlauchüberführung


Zerlegbare Vorrichtung, die eine Wasserförderung über Verkehrswege bei einer bestimmten Durchfahrtshöhe ermöglicht

Schlauchbrücke


Kleine, beidseitig befahrbare Rampe, die ein lastfreies Überfahren von Schlauchleitungen ermöglicht.

Einreißhaken


Lange Stange mit Haken und Spitze zum Einreißen und Einstoßen

Mehrzweckleine

MehrzweckleineDetails anzeigen
Mehrzweckleine

Mehrzweckleine

Mehrzweckleine

Farblich gekennzeichnete Leine, die nicht als Feuerwehrleine verwendet werden darf und zur Durchführung anderer Aufgaben im Feuerwehrdienst, z.B. zum Betätigen des Rückschlagorgans im Saugkorb, zum Sichern der Saugleitung, zum Absperren oder zu sonstigem Gebrauch verwendet wird.

Kupplungsschlüssel


Werkzeug, dass das Kuppeln von Druck- und Saugschläuchen sowie deren Anschluss an Pumpen und Armaturen erleichtert